RADTYP


Was macht ein Rennrad aus?

Rennräder sind traditionell Räder, die speziell für den Einsatz auf befestigten Strassen gebaut und konstruiert wurden. Rennräder sind mit schmaleren Rädern als beispielsweise ein Mountainbike ausgestattet. Die Position des Fahrers ist aufgrund der Radgeometrie weniger aufrecht wodurch der Fahrer eine aerodynamischere Position einnimmt. Traditionell ist ein Rennrad mit einem Rennlenker versehen, bei neueren Rennrädern gibt es aber durchaus auch den Trend, vor allem im Stadtverkehr gerade Lenker zu verwenden. Üblicherweise besitzen Rennräder eine Gangschaltung mit ein bis drei Kettenblättern an der Tretkurbel und 4-11 Gängen/ Zahnrädern an der hinteren Nabe, je nach Alter und Ära des Rades und persönlichen Vorlieben des Fahrers. Die hinteren Gänge werden über das Schaltwerk, die Vorderen über den Umwerfer geschaltet. Mit Hilfe der Schalthebel werden die einzelnen Gänge angewählt. Die Schalthebel befinden sich bei Vintage Rennrädern meistens am Unterrohr, bei moderneren Rädern oder Wettkampfrädern auch an den Bremsen bzw. als Bremsschalthebel am Lenker.

Basso Columbus Cromor (2)Basso Columbus Cromor (1)Giubilato Rennrad - Road Bike - Campagnolo - Brooks (11)

Giubilato Rennrad - Road Bike - Campagnolo - Brooks (4)Basso Columbus Cromor (4)


 Was bedeutet Single-Speed?

Ein Single-Speed Rad ist ein Rad, dass nur einen Gang verwendet. Das heißt, das Rad hat nur ein Kettenblatt an der Kurbel und keine Gänge bzw. nur ein Zahnrad an der hinteren Nabe. Der gleiche Effekt kann durch den Umbau eines traditionellen Rennrades erzielt werden indem die Kette an einem hinteren Zahnrad befestigt wird um damit eine Übersetzung zu fixieren, das Schaltwerk wird dabei entfernt. Es sei angemerkt, dass diese Art des Umbaus in unseren Augen recht unzuverlässig ist, von zweifelhafter Ästhetik und kein weiteres Gewicht einspart. Ein Single-Speed Rad sollte möglichst nur ein hinteres Zahnrad und damit einen Gang haben sowie Freilauf haben. Dadurch muss der Fahrer nicht kontinuierlich treten beziehungsweise hat die Wahl durch schnelleres Treten die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Faggin Cromovelato Columbus Aelle (5)Faggin Cromovelato Columbus Aelle (3)Vintage Peugeot 103 Stronglite Single-Speed Dukel Blau (3)


Was ist ein Fixie?

Beim Fixie oder einem Rad mit fixiertem Gang verhält es sich ähnlich wie beim Single Speed. Urbane Fixies wurden abgeleitet von traditionellen Vintage Bahnrädern, die sich in einigen Punkten von ihren Single-Speed Cousins unterscheiden. Vintage Bahnräder haben horizontale hintere Ausfallenden und einen fixierten Gang ohne Freilauf, was für den Fahrer ein ganz anderes Fahrgefühl bedeutet. Heißt solange das Rad in Bewegung ist muss er oder sie in die Pedale treten. Traditionell werden die Beine des Fahrers als Bremsen mit eingesetzt. Ein Fixie hat keine klassischen Bremsen, die Bremswirkung wird durch das rückwärts Treten der Pedale erzeugt wodurch der Fahrer eine aktivere Rolle bei der Be- und Entschleunigung einnimmt. Die horizontalen Ausfallenden wurden so konstruiert, dass das hintere Rad möglichst weit hinten steht und damit eine gute Kettenspannung erreicht wird. Fixies, die nicht als Bahnräder genutzt werden, können auch variabel auf traditionellen Rennradrahmen aufgebaut werden. Abhängig vom Ausfallende spannt man die Kette in das Ausfallende oder verwendet einen Kettenspanner für vertikale Ausfallenden. Ausserdem lässt sich ein flip-flop Hinterrad verwenden. Dieser Radtyp hat eine drehbare Nabe, eine Seite mit fixiertem Gang, die andere Seite mit Freilauf. Das flip-flop Rad gibt dem Fahrer damit die Möglichkeit das Rad als Single-speed mit Freilauf oder als Fixie zu fahren, je nach Laune, Verkehr oder Wetterbedingungen.

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